Infos

Neueste Beiträge

Ticker

3. Mrz. 2011

Ok, wenn dann kennt man den Begriff „Rechnerwolke“ wohl eher unter „Cloud Computing“. Bestimmt schon einmal gehört, oder? Aber was genau soll das sein?

Big Data

Zunächst sollte man dazu die Bedeutung von „Big Data“ erklären. In den letzten Jahren hat die Kommunikation via Internet rasant zugenommen. Nicht nur Firmen, auch Privatleute kommunizieren hauptsächlich über E-Mail und Chat. Der Brief und das bedruckte Papier an sich scheinen ausgedient zu haben. Man informiert sich vorrangig per Suchmaschine. Das ist einfacher und geht schneller als mittels Bücher zu recherchieren. Allerdings hat diese Entwicklung und millionenfache Interaktion zwischen Rechnern und Menschen auch dazu geführt, dass unwahrscheinlich große Datenmengen anfallen, die gespeichert werden müssen. Diese Daten nennt man Big Data. Darunter versteht man das Anfallen großer Datensätze, die so extrem wachsen, dass sie nicht mir mit den verfügbaren Datenbanken in einem Unternehmen zu managen sind. Dabei entstehen Probleme bei der Erfassung, Speicherung und Verarbeitung dieser großen Datenmengen. Hierbei handelt es sich um Datengrößen die jenseits von Terrabytes liegen. Dem User stehen heutzutage mehr Daten zur Verfügung, als er verarbeiten kann. Hier gilt es die richtigen Daten, zur richtigen Zeit in aggregierter Form zur Verfügung zu stellen. Big Data wurde zur Kernkompetenz im Informationszeitalter, da hier große Wettbewerbsvorteile für Unternehmen erzielt werden können, wenn diese auch den Nutzen hieraus ziehen können. Heute ist die Infrastruktur vorhanden, mit der neue Anwendungen schnell entstehen können. Hier kommt Cloud Computing zum Einsatz, bei dem große Datenmengen organisiert werden.

Oft gehört, nie kapiert

Der Begriff Cloud umfasst alle Arbeiten, bei denen ein Unternehmen wie Google anderen anbietet, seinen zentral organisierten Rechnerverbund zu benutzen. Der Service kann ein Computerprogramm sein wie die Textverarbeitung von Google. Die anfallenden Datenmengen werden also nicht auf dem eigenen Rechner, sondern extern gespeichert. Jeder möchte alles, von überall abrufen können. Im Zeitalter von Social Media werden wichtigen Daten wie Bilder eher in sozialen Netzwerken hochgeladen, als diese auf der Festplatte daheim zu speichern und sie Freunden zu zeigen, wenn sie zu Besuch kommen. So fallen riesige Datenmengen an, die gespeichert werden müssen- Big Data. Cloud Computing erlaubt das Verarbeiten großer Datenmengen. Es ist schon lange bei Online-Festplatten („Webspace“) oder anderen Browser-basierten Anwendungen üblich. Dies ist besonders für Unternehmen interessant. Die Firma Amazon vermietet beispielsweise eigene Infrastruktur an Dritte. Sie stellen ungenutzten Platz anderen Firmen zur Verfügung. Das ist insbesondere für kleine Start-Ups praktisch, denn diese müssen nicht mehr so exterm in eigene IT-Hardware investieren. Immer mehr Unternehmen nutzen die Amazon-Server, denn hier wird nur die tatsächlich gebrauchte Serverleistung abgerechnet. So kommt es für die Kunden zu keinen unnötigen Kosten wegen Ressourcen, die einfach nicht genutzt werden. Ein weiteres Beispiel ist der allseits beliebte Dienst Google Maps, mit dem man sich kostenlos und unkompliziert Routen berechnen lassen kann. Auf Wunsch werden diese auch in hochauflösenden Satellitenbildern dargestellt. Dazu sind aufwendige Rechenoperationen nötig. Diese laufen aber nicht auf dem eigenen PC ab, sondern in den Serverfarmen von Google. Dort sind sämtliche Kartendaten der Erdoberfläche gespeichert, denn deren riesiger Datenumfang würde niemals auf den PC daheim passen.

Fazit

Das Phänomen Cloud Computing ist kein neuer Hype, sondern eine Entwicklung, die mit den Jahren kam und sich weiter entwickeln wird. Für die meisten Menschen ist der Begriff nicht wirklich greifbar.
Vor ein paar Jahren war es für viele Menschen undenkbar, private Daten auf fremden Servern zu speichern. Hierüber macht man sich zwar heutzutage auch noch Gedanken aber die Entwicklung wird wohl allein aus Gründen der Flexibilität und Kosten dahin gehen, dass immer mehr Daten extern gespeichert werden.

2 Kommentare »

  1. Herbert Peck schreibt:

    „Hierüber macht man sich zwar heutzutage auch noch Gedanken aber die Entwicklung wird wohl allein aus Gründen der Flexibilität und Kosten dahin gehen, dass immer mehr Daten extern gespeichert werden.“

    Die „Entwicklung“ zum Cloud Computing wird ja nun schon mehrere Jahre prognostiziert. Man muss sich nur die ‚Gartner-Trends‘ von 2008 bis 2011 ansehen. Eingetreten ist die Entwicklung nie, obwohl alle großen Anbieter von Cloud-Services nichts unversucht lassen, Begeisterungsstürme zu wecken. Wirklich Fuß gefasst hat Cloud Computing – wie Sie richtig anmerken – dort, wo es niemand als solches bezeichnet: Google, Facebook, Twitter & Co. Dort vertrauen die Menschen ihre Daten unbewusst der Cloud an. Dort jedoch, wo das Geschäft mit der Cloud wartet, im Business, lassen die Unternehmen vornehme Zurückhaltung walten. Aus gutem Grund, wie die Vorfälle rund um Wikileaks gezeigt haben. Unverfroren fordert die US-Administration Zugriff auf die Daten oder deren Sperrung und reihenweise knicken die Unternehmen ein. Es geht bei den Problemen rund um’s Cloud Computing m. M. nach weniger um Datensicherheit im physikalischen Sinn, sondern um Sicherheit vor Zugriffen irgendwelcher Regierungsstellen. Gründe finden sich bekanntlich ja immer.

    4. Mrz. 2011 | #

  2. Software – mobil arbeiten | textnets schreibt:

    […] ich noch TimeMachine, um alles auf eine externe Festplatte zu sichern. Allerdings traue ich der Cloud nicht so sehr, als dass ich ihr (sensible) Kundendaten anvertrauen würde – diese liegen auf […]

    4. Mrz. 2011 | #

Kommentar schreiben

RSS-Feed für diese Kommentare. | TrackBack URI

Ads


geekchick stats

Neueste Kommentare

Schlagwörter